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Unfall was tun?

Wenn ein Unfall passiert, - was tun?

Wichtige Angaben, die Sie notieren sollten, wenn Sie unverschuldet in einen Unfall
verwickelt werden:

1. Amtliches Kennzeichen des unfallgegnerischen Fahrzeugs

2. Name, Anschrift und Versicherung des Unfallgegners

3. Name und Dienststelle des ermittelnden Polizeibeamten des Unfalls

Bagatellschäden können von den Beteiligten selbst geregelt werden.

Bei unklarer Situation sollte jedoch auch in diesem Fall die Polizei gerufen werden.

Bei Personenschäden ist unbedingt die Polizei hinzuzuziehen.


Sichern Sie Beweismittel:

Fotografieren Sie nach Möglichkeit den Unfallort und die Anordnung der beteiligten Fahrzeuge nach dem Unfall.

Eine im Handschuhfach aufbewahrte billige Kamera, wenn möglich mit Blitzlicht, kann hier gute Dienste leisten.


1. Achten Sie auf Bremsspuren und Flüssigkeitsaustritte etc..

2. Fügen Sie eine Skizze vom Unfallhergang an.

3. Notieren Sie sich Name und Anschrift von Zeugen, die den Unfall beobachtet haben.


Wichtig:

Bestehen Sie darauf, dass ein qualifizierter, unabhängiger Kfz- Sachverständiger beauftragt wird, um den Schaden zur Beweissicherung zu begutachten.

Die Kosten für den Kfz-Sachverständigen gehören nach herrschender Rechtsprechung zum Schaden und können daher zusammen mit dem Haftpflichtschaden geltend gemacht werden, sofern es sich nicht ersichtlich um einen Bagatellschaden handelt.

Bestehen Sie auf Einschaltung eines Sachverständigen Ihrer Wahl. Versicherungen sind grundsätzlich nicht berechtigt, im Haftpflichtschadensfall einen qualifizierten Sachverständigen abzulehnen. Aussagen, der Sachverständige seientbehrlich, sind nach ständiger Rechtsprechung gegenstandslos, es sei denn, es handelt sich um einen für den Laien erkennbaren Bagatellschaden.

Lassen Sie sich nicht auf Kostenvoranschläge oder versicherungseigene Gutachter ein.

Denken Sie an die Ihnen häufig zustehende Wertminderung, die der Kfz-Sachverständige ermittelt.

Beauftragen Sie möglichst frühzeitig einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit der Vertretung Ihrer Interessen gegenüber dem Schädiger und seinem Versicherer.


Fragen zum Unfall

1. Wozu brauchen Sie einen Kfz-Sachverständigen?

Schadensfeststellung nach einem Verkehrsunfall, Beweissicherung bei strittigem Unfallhergang, Fahrzeugbewertungen (Wertgutachten), Unfallrekonstruktion.


2. Wer trägt die Kosten des Sachverständigen im Haftpflichtschadensfall?

Bei einem unverschuldeten Unfall trägt grundsätzlich der Schädiger bzw. die eintretende Haftpflichtversicherung auch die Kosten des Kfz-Sachverständigen, da nach ständiger Rechtsprechung des BGH die Kosten für ein Gutachten zum Schaden zählen, der dem Geschädigten zu ersetzen ist. Im Falle einer Unfallrekonstruktion im Zivilstreit werden die Kosten des gerichtlichen Sachverständigen nach Eingang eines Vorschusses der beantragenden Partei vom Gericht an den Sachverständigen bezahlt. Eine Rechtsschutz-versicherung übernimmt im Allgemeinen in diesem Falle das Honorar des Sachverständigen.


3. Wann wird das Sachverständigenhonorar nicht bezahlt?

Liegt der Schaden für den Laien ersichtlich unter € 500,- kann die Einschaltung eines Sachverständigen nach gängiger Rechtsprechung entbehrlich sein. In diesen Fällen zahlt die Versicherung die Gutachterkosten in der Regel nicht.


4. Warum sollte man beim unverschuldeten Unfall nicht den Sachverständigen der gegnerischen Versicherung akzeptieren?

Der Geschädigte ist gut beraten, wenn er immer auf Einschaltung eines unabhängigen, öffentlich bestellten und vereidigten bzw. zertifizierten Sachverständigen besteht. Der Sachverständige der Versicherungsgesellschaft arbeitet schließlich bei der Versicherung, die den Schaden letztlich zu bezahlen hat. Der Geschädigte sollte daher einen Sach- verständigen seines Vertrauens beauftragen, der sicherstellt, dass auch Wertminderung und Nutzungsausfall neben dem reinen Blechschaden richtig ermittelt werden. Denn es soll vorgekommen sein, dass der von der Versicherung beauftragte Sachverständige nach dem alten deutschen Sprichwort gehandelt hat:
„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.


5. Woran erkennt man, dass der beauftragte Sachverständige seriös und kompetent ist?

Der Geschädigte sollte darauf achten, dass der Sachverständige für das betreffende Fachgebiet öffentlich bestellt und vereidigt oder zertifiziert ist.


6. Wer trägt die Kosten für den Sachverständigen im Kaskoschadensfall?


Bei Kaskoschäden schickt in der Regel die Versicherung einen eigenen Sachverständigen. Ist man mit der Schadensfeststellung nicht einverstanden, besteht die Möglichkeit der Anrufung eines sogenannten Sachverständigenverfahrens. In diesem Verfahren beauftragt der Geschädigte einen Sachverständigen seines Vertrauens. Beide Gutachten werden dann von einem Obergutachter bewertet, wenn sich die beiden eingeschalteten Sachverständigen nicht einig werden. Einige Rechtsschutzversicherer übernehmen die im Sachverständigen-verfahren anfallenden Kosten.


7. Kostenvoranschlag der Werkstätte oder Schadengutachten?

Der Geschädigte, der sich nur auf den Kostenvoranschlag seiner Werkstatt verläßt, erlebt häufig böse Überraschungen. So hat der Kostenvoranschlag später wegen fehlender Lichtbilder und einer fehlenden Schadenbeschreibung keine beweissichernde Funktion, so dass die Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens wegen der fehlenden Dokumentation der Schäden nicht mehr möglich ist. Zumeist fehlt auch eine Aussage zur Wertminderung. In jedem Fall also geht der Geschädigte bei Einschaltung eines öffentlich bestellten und vereidigten bzw. zertifizierten und unabhängigen Sachverständigen auf Nummer sicher.

 

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